3 Tage – 3 Schulen

Hausaufgabenbetreuung 2.0

Am ersten Tag besuchten wir eine Grundschule in Kiel am Nachmittag. Nachdem die Kinder mit den Hausaufgaben fertig sind, dürfen sie dort normalerweise den Rest der Zeit zum Spielen nutzen. Im September gab es aber für die 20 Grundschüler ein etwas anderes Spielzeug: unsere Bricks! Zu zweit haben wir in 2 Gruppen die Grundkenntnisse der Elektronik begreifbar gemacht. Natürlich kamen die LED Bricks bei den Jungs & Mädchen auch sehr gut an. Mit der Phantasie der Kinder wurden ein paar zusammengesteckte LEDs zu einer Schmuckschatulle und ein Buzzer mit Taster zu „Textdetektoren“.

4 Schulstunden mit voller Konzentration

Das hatten wir noch nie erlebt: Eine Zweitklässlerin hat keine Lust auf die „LED-Spielsteine“ und möchte lieber wieder, dass wir ihr weiter Elektronik erklären! Aber erstmal von vorne. In einem kleinen Städtchen bei Kiel waren wir für ganze 4 Schulstunden in der 2. Klasse eingeteilt. Wir entschieden uns für kleinere 5er Gruppen, die nacheinander durchwechselten. Normalerweise ist nach spätestens 30 Minuten die Konzentration auf dem Siedepunkt, neues Wissen wird bei den Kleinen nicht mehr so schnell aufgenommen. Deshalb wunderten wir uns sehr, als die Schulglocke nach ganzen 90 Minuten klingelte und kein Kind freiwillig in die Pause gehen wollte! In den nächsten zwei Stunden waren wir etwas mutiger und haben sogar das Thema Transistoren mitaufgenommen. Anstatt wild etwas zusammenzustecken und dem „Try & Error“ Prinzip zu folgen – was in diesem Alter normal ist – haben sich doch tatsächlich alle Grundschüler um uns gesetzt und bis zum letzten Wort der Erklärung aufmerksam zugehört. An diesem Tag haben mit Sicherheit ein paar der Kinder ihren späteren Traumberuf gefunden! Die Lehrerin der Klasse war im Übrigen so begeistert, dass Sie uns gleich fragte, ob wir nicht noch am nächsten Tag eine Mittelschule besuchen könnten, ihr Mann wäre dort Lehrer… und schon hatten wir einen neuen Termin im Werkunterricht.

Werkunterricht, mal anders

Am letzten Tag unseres Schulmarathons waren wir in einer Mittelschule in der Nähe von Kiel. Das ist natürlich ein großer Unterschied zu den Grundschulen der vorherigen Tage. Auf der einen Seite können wir dort kompliziertere Themen ansprechen, andererseits kommt natürlich auch die „Teenie-Phase“ in die Quere. In den Werkräumen der Schule wird normalerweise mit Holz gearbeitet oder es werden ähnliche praktische Fertigkeiten unterrichtet. Somit haben wir auch unseren Unterricht ein bisschen auf Praxiswissen ausgerichtet. Mit Beispielen wie „Wie funktioniert ein automatisches Flurlicht?“ oder  „Wie baut man einen Controller, mit dem man sein Zimmer steuern kann?“ konnten wir die Schüler  dazu begeistern, dem Thema Elektronik ein spannenderes Label zu geben.

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